Die Neuen 2018

Klaus Ludwig Kerstinger, Iona Steixner, esturm*, Daniel Wimmer
Das Ausstellungsjahr der Galerie der Vereinigung Kunstschaffender OÖ wird traditionsgemäß von der Präsentation „Die Neuen 2018“ eröffnet.
Heuer stehen die unterschiedlichen Positionen der vier neu aufgenommenen Künstlerinnen und Künstler im Fokus, ohne Beschränkung auf ein spezielles Thema. Das Resultat ist eine beeindruckende, facettenreiche Schau vier völlig verschiedener künstlerischer Zugänge und Standpunkte.
Klaus Ludwig Kerstingers Kunst unter dem Motto „Manege Leben“ ist eine Reaktion auf die schnelllebige, oft nicht fassbare Gegenwart- ein Kommentar auf unsere Zeit, in der wir uns bewegen und leben. Wie ein Forscher gräbt er im Unterbewussten des Heute und des Unmittelbaren. Unter anderem zeigt Kerstinger in Kooperation mit seinen beiden Töchtern entstandene Arbeiten auf Papier und Leinwand; dabei interessiert ihn die unverfälschte, spontane Herangehensweise der Kinder, ohne jegliches Kalkül. Es ist eine Zeitreise in die persönliche Lebenswelt. www.kerstinger.com
Iona Steixner arbeitet mit vorgefundenen Gegenständen aus der Natur und spürt dabei kleine, leicht übersehbare Details auf. Sie projiziert verstaubte Spinnennetze, die Informationen aus der Vergangenheit in sich speichern, als Schattenbild an die Wand. Daraus entstehen überaus feingliedrige, zarte Bleistiftzeichnungen, die die Grenzen zwischen Reduktion und Verdichtung, Schwere und Leichtigkeit, Werden und Vergehen abtasten. In ihren großformatigen Arbeiten und Installationen tastet Steixner die Grenzen zwischen Handschrift und Zeichnung ab, lässt Arbeiten wachsen und findet ihre ganz eigene Formensprache. www.ionasteixner.at
Die großformatigen in Mischtechnik enstandenen Malereien von esturm* hingegen huldigen dem Pop Life der feinen Zwischentöne. Unmittelbar und schnell bringt sie Reflexionen auf Geschehnisse in der Welt zu Papier und auf die Leinwand. Inspirationen findet sie in pulsierenden Großstädten genauso wie in tiefen Naturbegegnungen fernab der Zivilisation: Zwischen Pop- und Subkulturen im Bereich der Musik, der Art Brut, antiker Mythologie, mittelalterlicher Buchmalerei und alltäglicher Bilderflut entdeckt sie Symboliken, Bilder und Texte, die sie in ihren künstlerischen Äußerungen verarbeitet. esturm*s Bilder sind metaphorische Antworten auf die Welt. www.esturm.com
Daniel Wimmer schafft mit seinen beeindruckenden Ölbildern der Serie „gestrandet“ Figuren aus Licht, Form und Farbe. Altmeisterliche Lasurtechnik mischt sich hier mit Impressionismus und expressionistischem Farbauftrag. Wimmer beschäftigt sich mit der Transformation des Alltags und der Menschen, die darin wandeln. Der menschliche Körper, insbesondere Schattierungen und Nuancen der Haut, faszinieren ihn. In seiner Malerei ist der plastische Aspekt höchst präsent. Auf sehr persönliche Art und Weise erfährt man, wie der Künstler seine Umgebung wahrnimmt, beobachtet und skizziert. . www.wida-art.com
